Collection: Lisa Merlin Baumeister

Lisa Merlin Baumeister (*1996) lebt und arbeitet in München. Sie studierte von 2016 bis 2024 an der Akademie der Bildenden Künste München und entwickelte dort eine malerische Praxis, die Beobachtung, Erinnerung und Imagination auf subtile Weise miteinander verbindet. Ihre Arbeiten entstehen aus einer genauen Aufmerksamkeit für alltägliche Situationen und atmosphärische Momente, die sie in poetische Bildräume überführt. Dabei verbindet sie gegenständliche Elemente mit offenen Erzählstrukturen und schafft Werke, die zwischen Vertrautheit und Irritation oszillieren.

Im Zentrum ihrer Malerei steht die Frage, wie sich Wahrnehmung und Erinnerung in Bilder übersetzen lassen. Baumeister entwickelt Szenen, die zugleich persönlich und universell wirken: Fragmente von Begegnungen, Landschaften oder Innenräumen verdichten sich zu stillen Erzählungen, deren Bedeutung bewusst offenbleibt. Ihre Bildsprache zeichnet sich durch eine sensible Farbigkeit, präzise Kompositionen und eine besondere Aufmerksamkeit für Atmosphäre aus. So entstehen Arbeiten, die weniger konkrete Geschichten erzählen als Zustände erfahrbar machen und Raum für individuelle Assoziationen eröffnen.

Ihre Werke wurden in zahlreichen Ausstellungen in München und darüber hinaus präsentiert, darunter die Diplomausstellung der Akademie der Bildenden Künste München, Ausstellungen bei Galerie Noah in Augsburg sowie verschiedene Präsentationen im Kontext der Kunstakademie München. Bereits früh erhielt sie Auszeichnungen und Förderungen, darunter den Alexandra-Lang-Jugendkunstpreis Rheinland-Pfalz sowie ein Stipendium der Mainzer Volksbank Oppenheimer Sommerakademie. Mit ihrer Malerei entwickelt Baumeister eine eigenständige Position, die das Alltägliche als Ausgangspunkt nutzt, um Fragen nach Erinnerung, Wahrnehmung und zwischenmenschlicher Erfahrung zu verhandeln.

Lisa Merlin Baumeister

Q&A with the artists:

The exhibition ARTIFICIAL? Traces of the Present brings together works that question our perception. Reality appears not as a given, but as something that is constantly being appropriated. ARTIFICIAL? questions whether what we see and experience is not always already made, constructed, and mediated.