Collection: Viktoria Strecker

Viktoria Strecker (*1987 in Hannover) lebt und arbeitet in Deutschland. Sie studierte zunächst Freie Kunst an der Alanushochschule in Alfter und anschließend an der Kunstakademie Düsseldorf, wo sie über viele Jahre in der Klasse und als Assistentin von Marcel Odenbach tätig war. In ihrer künstlerischen Praxis verbindet sie Zeichnung, Objekt und Skulptur zu einer eigenständigen Formensprache, die sich aus intuitiven Setzungen, organischen Strukturen und präzisen räumlichen Verdichtungen entwickelt. Ihre Arbeiten entstehen in langwierigen Prozessen, in denen Linien, Flächen und Materialien schrittweise zu komplexen räumlichen Konstellationen zusammenfinden.

Im Zentrum von Streckers Werk steht die Untersuchung von Wachstum, Transformation und Ordnung. Ausgehend von zeichnerischen Gesten entwickelt sie Formen, die an biologische, geologische oder mikroskopische Strukturen erinnern, ohne konkrete Vorbilder abzubilden. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen organischer Anmutung und konstruiertem System, zwischen Fragilität und Stabilität. Dabei entstehen vielschichtige Werke, die den Übergang von Fläche in Raum erforschen und Fragen nach Wahrnehmung, Materialität und räumlicher Erfahrung aufwerfen.

Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland präsentiert, darunter in Düsseldorf, Berlin, Köln, Basel, Miami, Rio de Janeiro und New York. Darüber hinaus nahm sie an internationalen Kunstmessen wie Positions Berlin, Volta New York und Paper Positions Basel teil. Strecker erhielt mehrere Stipendien und Residenzen, unter anderem in Vermont und den USA, und wurde mehrfach für renommierte Förderpreise nominiert. 2024 wurde sie mit dem Rainer-Funke-Kunstpreis der Stadt Köln ausgezeichnet. Ihre Werke befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen, darunter die Sammlung Philara in Düsseldorf.

Viktoria Strecker

Q&A with the artists:

The exhibition ARTIFICIAL? Traces of the Present brings together works that question our perception. Reality appears not as a given, but as something that is constantly being appropriated. ARTIFICIAL? questions whether what we see and experience is not always already made, constructed, and mediated.