Kategorie: Christian Muscheid
Christian Muscheid (*1982 in München) studierte Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München sowie an der Facultat de Belles Arts in Barcelona. 2009 schloss er sein Studium als Meisterschüler von Professor Jerry Zenjuk ab. Früh entwickelte er eine präzise, materialbewusste Bildsprache, die sich aus der Auseinandersetzung mit Farbe, Struktur und räumlicher Wirkung speist.
Als Gründungsmitglied der Künstlergruppe „super+“ realisiert Muscheid zudem projektbezogene Arbeiten im öffentlichen und institutionellen Raum. Mit „Flug des Phönix“ war er unter anderem beim PIN. Fest in der Pinakothek der Moderne München sowie im Rahmen der Nuit Blanche in Paris vertreten. Die Verbindung von Malerei, Installation und performativen Elementen erweitert sein Werk um eine konzeptuelle Dimension.
Neben zahlreichen Gruppenausstellungen – unter anderem in München, Paris, Salzburg und Hamburg – wurden seine Arbeiten in Einzelausstellungen präsentiert, darunter in der Galerie Stefan Vogdt in München. Muscheids Werk bewegt sich zwischen zeitgenössischer Konkretion und atmosphärischer Verdichtung. Es ist getragen von einer klaren formalen Haltung und dem Anspruch, Malerei als eigenständigen Erfahrungsraum erfahrbar zu machen.
Christian Muscheid über seine Arbeit und Werktitel:
„Ich versuche in der abstrakten Farbmalerei eine Sprache zu finden, die überall verstanden werden kann - im Sinne eines ‚universal painting‘. Jedes Kunstwerk erhält einen Städtenamen, um den Grundgedanken von ‚universal painting’ zu verdeutlichen - z.B. Paris, London, Helsinki usw. Das Motiv der Arbeit hat dabei keinen konkreten Bezug zum Titel der Stadt. So kann ich die Arbeiten auseinander halten und trotzdem gehört jede zum Grossen und Ganzen dazu.“
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Interaction of color
Normaler Preis €2.800,00 EURNormaler PreisGrundpreis / proVerkaufspreis €2.800,00 EUR
Q&A mit den Künstlerinnen und Künstlern:
Die Ausstellung ARTIFICIAL? Spuren des Gegenwärtigen vereintArbeiten, die unsere Wahrnehmung hinterfragen. Realität erscheint dabei nicht als gegeben, sondern als etwas, das ständig angeeignet wird. ARTIFICIAL? stelltin Frage, ob das, was wir sehen und erleben, nicht immer schon gemacht, konstruiert und vermittelt ist.
1) Wie setzt sich Deine Arbeit mit Wirklichkeit und deren Konstruktion auseinander und welche „Spuren des Gegenwärtigen“ werden darin sichtbar?
Die Wirklichkeit als visuelle Erfahrung.
2) Wie entsteht Deine Arbeit von der ersten Idee bis zur Fertigstellung und welche Rolle spielt dabei Deine Darstellungsweise?
Ich versuche ein Bild zu malen, dass einen zeitlosen Gedanken vereint und gleichzeitig den Bezug zur Gegenwart zusammenbringt.
Durch das Reduzieren auf klare Flächen und Farben suche ich eine ursprüngliche Sprache die als „universal painting“ überall auf der Welt verstanden werden kann. Die Emotionen, die ich versuche, durch die Malerei zu transportieren ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeiten. Ich verstehe mich nicht als intellektueller Maler sondern möchte dem Betrachter durch die Farbe eine visuelle Erfahrung zurück geben.