Kategorie: Franz Stein

Franz Stein (*1989 in Bayreuth, Deutschland) studierte von 2018 bis 2025 an der Akademie der Bildenden Künste München in der Klasse von Gregor Hildebrandt und wurde 2023 dessen Meisterschüler. Gefördert durch ein Erasmus-Stipendium verbrachte er das Studienjahr 2023–2024 an der Akademie der bildenden Künste Wien in der Klasse von Daniel Richter.

Steins Malerei entsteht in einem Prozess des Schichtens zahlreicher dünner Acrylfarblasuren auf Leinwand. Überlagernde Linien, Striche, Punkte und Farbflächen – ausgeführt mit Ölkreide, Kohle und Sprayfarbe – bilden die visuelle Struktur seiner Werke. Seine Arbeiten bewegen sich zwischen bewusster Komposition, intuitivem Impuls und spontaner Freiheit und entfalten einen visuellen Rhythmus, der eine beinahe magische Harmonie evoziert.

Neben der zweidimensionalen Ebene seiner Gemälde erforscht Stein in der Arbeit mit Teppichen räumliche Tiefe, die innerhalb seines Œuvres eine eigenständige künstlerische Position einnehmen. In reiner Schurwolle handgetuftet, spielen diese Arbeiten mit unterschiedlichen Florhöhen, Garnstrukturen und Dichten und erzeugen so eine taktile, sinnliche Erfahrung. Sie laden die Betrachtenden dazu ein, einen erweiterten malerischen Raum physisch zu betreten und mit ihm zu interagieren. Die Bildwelten der Leinwand verwandeln sich so in immersive, begehbare Umgebungen und eröffnen ein grenzenloses visuelles Feld.

Franz Steins Arbeiten wurden in renommierten Institutionen und Ausstellungsorten präsentiert, darunter im Haus der Kunst, München, in der Pinakothek der Moderne, München, im Haus am Lützowplatz, Berlin, sowie im Artist Space, New York. Weitere Ausstellungen fanden in Hamburg und Wien statt. Seine Werke befinden sich unter anderem in den Sammlungen der Korff Stiftung Ilmmünster und der Staatlichen Graphischen Sammlung München.

Franz Stein

Q&A mit den Künstlerinnen und Künstlern:

Die Ausstellung ARTIFICIAL? Spuren des Gegenwärtigen vereintArbeiten, die unsere Wahrnehmung hinterfragen. Realität erscheint dabei nicht als gegeben, sondern als etwas, das ständig angeeignet wird. ARTIFICIAL? stelltin Frage, ob das, was wir sehen und erleben, nicht immer schon gemacht, konstruiert und vermittelt ist.