Kategorie: Hau Chun Kwong

Hau Chun Kwong (*1965 in Hongkong) bewegt sich in ihrer künstlerischen Praxis zwischen unterschiedlichen kulturellen und materiellen Traditionen. Nach einem Studium der Malerei und Bildhauerei in Guangzhou führte sie ihr Weg an die Akademie der Bildenden Künste München, wo sie bei Leo Kornbrust studierte und als Meisterschülerin von Cristina Iglesias abschloss. Die Auseinandersetzung mit Bildhauerei, Kalligraphie und Papierkunst bildet bis heute das Fundament ihres Werks. Sie lebt und arbeitet in München und Hongkong.

Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Beziehung zwischen Natur, Erinnerung und Wahrnehmung. Hau Chun Kwong entwickelt aus reduzierten Formen und präzisen Eingriffen poetische Bildräume, in denen Wachstum, Wandel und Vergänglichkeit sichtbar werden. Dabei verbindet sie die Sensibilität der Kalligraphie mit einer skulpturalen Auffassung von Raum und Material. Holzschnitt, Papierarbeit, Zeichnung und Installation treten in einen offenen Dialog und erzeugen Werke, die gleichermaßen von Konzentration wie von Bewegung geprägt sind.

Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen in Deutschland, Hongkong, China und Europa gezeigt. Wiederkehrende Themen wie Wald, Wind, Licht oder Landschaft erscheinen dabei nicht als Abbild der Natur, sondern als Träger innerer Zustände und kollektiver Erfahrungen. Die Künstlerin versteht Natur als lebendiges Geflecht von Beziehungen, in dem sich persönliche Erinnerung, kulturelle Prägung und gesellschaftliche Fragen überlagern. Aus dieser Haltung entstehen Arbeiten von stiller Präsenz, die den Blick auf das Unscheinbare richten und Räume für Aufmerksamkeit und Kontemplation eröffnen.

Hau Chun Kwong

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