Kategorie: Maria Justus
Maria Justus (*1989) lebt und arbeitet in München. Sie studierte Malerei und Grafik bei Jean Marc Bustamante sowie Freie Kunst bei Julian Rosefeldt an der Akademie der Bildenden Künste München (Diplom 2017, MFA 2021). In ihren Arbeiten verbindet sie malerische, installative und digitale Verfahren. Sie untersucht, wie sich Identität, Erinnerung und soziale Wirklichkeit unter dem Einfluss medialer Bildräume verschieben. Dabei entstehen präzise gesetzte Konstellationen zwischen physischer Präsenz und virtueller Projektion.
Einzelausstellungen führten sie unter anderem zur Galerie J.J. Heckenhauer, zum Kunstverein München und zum Kunstverein Augsburg; internationale Projekte realisierte sie u. a. im Goethe-Institut Mexiko-Stadt. 2025 wurde sie mit dem Kunstförderpreis der Stadt Augsburg sowie dem Off-Spaces-Preis der Landeshauptstadt München ausgezeichnet. Seit 2021 ist sie künstlerische Mitarbeiterin an der Akademie der Bildenden Künste München und leitet den Projektraum „Galerie ohne Namen“.
Fotocredit Porträts: Julia Milberger
Fotocredit Werke: Produktion Pitz
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„Reminiscence“ (I)
Normaler Preis €4.900,00 EURNormaler PreisGrundpreis / proVerkaufspreis €4.900,00 EUR -
„Reminiscence“ (II)
Normaler Preis €4.900,00 EURNormaler PreisGrundpreis / proVerkaufspreis €4.900,00 EUR -
Lost Heroes I (Villa Borghese)
Normaler Preis €1.350,00 EURNormaler PreisGrundpreis / proVerkaufspreis €1.350,00 EUR -
Lost Heroes (Villa D ́Este)
Normaler Preis €1.350,00 EURNormaler PreisGrundpreis / proVerkaufspreis €1.350,00 EUR -
Lost Heroes IV (Villa Borghese)
Normaler Preis €1.350,00 EURNormaler PreisGrundpreis / proVerkaufspreis €1.350,00 EUR -
Lost Heroes II (Villa Borghese)
Normaler Preis €1.350,00 EURNormaler PreisGrundpreis / proVerkaufspreis €1.350,00 EUR -
Ohne Titel (Vatikan)
Normaler Preis €3.800,00 EURNormaler PreisGrundpreis / proVerkaufspreis €3.800,00 EUR
Q&A mit den Künstlerinnen und Künstlern:
Die Ausstellung ARTIFICIAL? Spuren des Gegenwärtigen vereintArbeiten, die unsere Wahrnehmung hinterfragen. Realität erscheint dabei nicht als gegeben, sondern als etwas, das ständig angeeignet wird. ARTIFICIAL? stelltin Frage, ob das, was wir sehen und erleben, nicht immer schon gemacht, konstruiert und vermittelt ist.
1.) Wie setzt sich Deine Arbeit mit Wirklichkeit und deren Konstruktion auseinander und welche „Spuren des Gegenwärtigen“ werden darin sichtbar?
Meine Arbeit versteht Wirklichkeit nicht als gegebene, stabile Größe, sondern als ein konstruiertes Gefüge aus Erinnerung, historischen Narrativen und medialer Vermittlung. Ausgangspunkt sind häufig Fragmente aus der Vergangenheit sowie persönliche Erfahrungen und Eindrücke – Bilder, architektonische Elemente oder Bruchmomente –, die ich aus ihrem ursprünglichen Kontext löse und neu zusammensetze. Durch Überlagerungen, Verschiebungen und Fragmentierungen wird sichtbar, dass jede Darstellung eine Einladung zu Interpretationsräumen ist.
2.) Wie entsteht Deine Arbeit von der ersten Idee bis zur Fertigstellung und welche Rolle spielt dabei Deine Darstellungsweise?
Meine Arbeiten entstehen aus einer Recherche heraus. Am Anfang steht ein Moment des Umbruchs (gesellschaftlich, politisch, architektonisch, persönlich, poetisch …), das eine gedankliche Bewegung auslöst. Ich sammle Material, untersuche Kontexte und entwickle daraus einen offenen Denkraum, in dem sich Motive und formale Entscheidungen allmählich verdichten. Ich verschiebe Zusammenhänge, interpretiere Symbole neu und lasse unterschiedliche Zeitebenen ineinander greifen. Der Arbeitsprozess verläuft dabei nicht linear, sondern ist von Verdichtung, Revision und bewusst gesetzten Brüchen geprägt.