Kategorie: Philipp Stähle
Philipp Stähle (*1989 in München) studierte von 2010 bis 2017 Malerei an der Akademie der Bildenden Künste München bei Günther Förg, Mathias Dornfeld und Gregor Hildebrandt. 2017 schloss er als Meisterschüler bei Gregor Hildebrandt mit dem Diplom ab. Bereits während des Studiums erhielt er prägende Impulse durch Projekte mit Kerstin Brätsch und Schorsch Kamerun. Seine Arbeit wurde früh durch Auszeichnungen gewürdigt, darunter der 1. Preis des Artward München (2017) sowie der Kunstpreis des Kunstvereins Rosenheim (2022).
Stähles Malerei bewegt sich im Spannungsfeld von Geste, Narration und ironischer Brechung. Bildtitel und Werkserien – oft literarisch oder popkulturell aufgeladen – eröffnen assoziative Räume, ohne die Malerei auf Illustration zu reduzieren. Farbe erscheint als eigenständiger Akteur: mal flächig gesetzt, mal transparent geschichtet, stets in präziser Beziehung zur Bildfläche. Seine Arbeiten reflektieren kunsthistorische Bezüge ebenso wie gegenwärtige Bildkulturen und verbinden formale Strenge mit spielerischer Offenheit.
Einzelausstellungen führten ihn u. a. in die Galerie Artoxin (2021), den Kunstverein München (2019) sowie in die Sommergalerie Zöbing (2017). Darüber hinaus war er in zahlreichen Gruppen- und kuratierten Ausstellungen vertreten, darunter im Grafikmuseum Stiftung Schreiner, im Kunstverein Rosenheim und bei KNUST+KUNZ München. Seine Arbeiten entstehen und leben in München.
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Chessboards on the alps (III)
Normaler Preis €1.200,00 EURNormaler PreisGrundpreis / proVerkaufspreis €1.200,00 EUR -
Chessboards on the alps (I)
Normaler Preis €1.200,00 EURNormaler PreisGrundpreis / proVerkaufspreis €1.200,00 EUR -
Der 100% Berg
Normaler Preis €1.800,00 EURNormaler PreisGrundpreis / proVerkaufspreis €1.800,00 EUR -
Coming Home
Normaler Preis €2.800,00 EURNormaler PreisGrundpreis / proVerkaufspreis €2.800,00 EUR
Q&A mit den Künstlerinnen und Künstlern:
Die Ausstellung ARTIFICIAL? Spuren des Gegenwärtigen vereintArbeiten, die unsere Wahrnehmung hinterfragen. Realität erscheint dabei nicht als gegeben, sondern als etwas, das ständig angeeignet wird. ARTIFICIAL? stelltin Frage, ob das, was wir sehen und erleben, nicht immer schon gemacht, konstruiert und vermittelt ist.
Kurzes Statement über die Arbeit von Philipp Stähle:
Die Kompositionen der Gemälde von Philipp Stähle vereinen klassische Züge der atmosphärischen Landschaftsmalerei mit abstrahierten Vordergrundmotiven. Bildgründe durchdringen einander, illusionistische Tiefenwirkung wird durch die Flächigkeit der schemenhaften Formen konterkariert. Diese Formen und ihre Konstellationen bilden ein Koordinatensystem in Stähles Werken. Abdrücke von Bierkästen und Schachbretter verkörpern für den Künstler einen konstruierten Lebensraum, in dem jede Lösung wieder Ursprung neuer Probleme ist. Auf der Matrix des Schachbretts wird die Ambivalenz der Kultiviertheit anschaulich: Es ist ein Spiel mit aristokratischer Herkunft, das allen gesellschaftlichen Schichten zugänglich ist, das unhinterfragbaren Regeln folgt und zugleich ein Experimentierfeld für unendliche Kombinationsmöglichkeiten ist. Berglandschaften spielen für den Künstler eine wichtige Rolle. Das Kurvendiagramm der Bergsilhouette ist eine mehrdeutige einer Metapher der Kursschwankungen, nicht zuletzt zwischen dem Emotionalen und dem Rationalen.